Normalgewicht / Übergewicht

Indices zur Selbstbe(ver)urteilung

Im Prinzip darf man alles essen, wenn man bestimmte Grundsätze beachtet. Man kann das Essen auch genießen, aber bitte mit Maß. In unserer Wohlstandsgesellschaft mit ihrer Vielfalt an Lebensmitteln kann es einem im Eifer des Gefechts schwer fallen, nicht über die Stränge zu schlagen. Schlechtes Gewissen ist das Mindeste, Übergewicht (Adipositas) und dessen schädliche Folgen ein zunehmendes und ernstzunehmendes Problem.

Um selbst beurteilen zu können, ob man sich noch im Bereich eines Normalgewichts befindet bzw. schon ein gewisses Übergewicht erreicht hat, kann man sich der im Laufe der Zeit entwickelten Indices bedienen:
• den Broca-Index,
• den Body-Mass-Index (BMI)
• den Taille-Hüften Quotient (THQ), der dem aus dem Englischen bekannten „waist to hip ratio“ (WHP) gleich zu setzen ist.
Im Zusammenhang mit aktuellen Diäten werden heute auch Parameter wie
der glykämische Index (GI) und
die glykämische Last (GL)
besprochen.


Der glykämische Index (GI) beschreibt die Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutglucosespiegel. Je nach Gehalt an verschiedenen Zuckern, Ballaststoffen und Fetten wirken Lebensmittel ganz unterschiedlich auf den Zuckerstoffwechsel. Lebensmittel, die einen schnellen und hohen Blutzuckeranstieg auslösen, haben einen hohen GI. Lebensmittel mit niedrigem GI erhöhen den Blutzuckerspiegel geringfügig.
Im Verhältnis Nahrungsaufnahme / Körpergewicht reicht allerdings nicht, ausschließlich Lebensmittel mit niedrigen GI zu verzehren.
Der GI gilt nur für das einzelne Lebensmittel, nicht aber für eine ganze Mahlzeit. Verzehrt man während einer Mahlzeit mehrere kohlenhydrathaltige Produkte gleichzeitig, beeinflussen sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung auf den Blutzucker. So ist durch den GI eine Abschätzung des durch eine Mahlzeit ausgelösten Insulinbedarfs nicht möglich.
Dies berücksichtigend haben Wissenschaftler der Harvard – Universität den Begriff Glykämische Last (GL) eingeführt.