Primäre Vitalstoffe

Unsere so umstädlich per Gesetz definierte Nahrung, nämlich  „ alle Stoffe oder Erzeugnisse, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigen Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden“ sind für eine normale Entwicklung und die Aufrechterhaltung der Gesundheit notwendig.
Ihre Bestandteile  lassen sich in 2  Gruppen unterteilen:
• Primäre Vitalstoffe und
• Weitere Vitalstoffe.
Die Gruppe primärer Vitalstoffe kann darüber hinaus weiter unterteilt werden und zwar in
• Makronährstoffe
• Mikronährstoffe.

Die Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette bilden die Gruppe der sogenannten MAKRONÄHRSTOFFE. Sie sind die bedeutendsten Nährstoffbestandteile, aus  denen sich der menschliche Körper zusammensetzt und die  als Energielieferanten fungieren.
So besteht der Grundstoff des menschlichen Körpers aus rund 44% Proteinen und 36% Fett pro Trockengewicht. Gleichzeitig bezieht der Körper im Idealfall zur Energiegewinnung ca. 55% seiner Energie aus Kohlenhydraten,  ca. 35% aus Proteinen.

Die gelieferte Energie wird entweder zur weiteren Energiegewinnung verwendet (katabolischer Stoffwechsel) oder zum Aufbau neuer Moleküle eingesetzt, (anabolischer Stoffwechsel).
Der Energiegehalt, der sogenannte Brennwert eines Lebensmittels wird in Kilokalorie (kcal) oder Kilojoule (kJ) ausgedrückt.
Der Brennwert von
Kohlenhydraten und Proteinen beträgt 4,1 kcal/g oder 17 kJ/g,
der Brennwert von
Fetten 9,3 kcal/g oder 39 kJ/g.

MIKRONÄHRSTOFFE sind essentielle Stoffe, d. h. sie können nicht vom Körper selbst produziert werden und müssen daher mit der Nahrung aufgenommen werden.   Sie liefern selbst keine Energie, sind aber lebensnotwendige Stoffe, weil sie zur Aufrechterhaltung von Stoffwechselfunktionen dienen.

MIKRONÄHRSTOFFE sind in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe sowie Spurenelemente. Obwohl Mikronährstoffe nur in sehr kleinen Mengen benötigt werden, gehören sie zu den wesentlichen Nahrungsbestandteilen. Ohne sie könnten zahlreiche Normalfunktionen wie Wachstum oder Energieproduktion nicht stattfinden.

Demnach ist eine optimale Versorgung des Körpers mit Makro- und Mikronährstoffen für unsere Gesundheit unabdingbar. Sowohl eine Unter- als auch eine Überversorgung können zu Problemen führen.

Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr können als Orientierungshilfe für eine ausgewogene Ernährung  dienen, um so beim gesunden Menschen Überversorgung oder nährstoffspezifische Mangelerscheinungen mit ihren Folgen zu verhindern. Der aktuelle Stand des Wissens wird in den  „Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“ der D-A-CH, Nachdruck 2015 dokumentiert.