Konditionstraining

Sportarten wie der Freizeitsport oder der Leistungssport, der Sport zur Prävention oder Rehabilitation, der Kinder- oder Seniorensport




… haben als Gemeinsamkeit die Kondition, die Ausdauer.
Die Ausdauer bezeichnet die Fähigkeit, einen möglichst langfristigen physischen und psychischen Ermüdungswiderstand gegen eine sportliche Belastung aufrecht zu erhalten und / oder sich nach sportlichen Belastungen möglichst rasch erholen zu können, (Grosser / Starischka / Zimmermann 1998).

Ein neues Buch dieser Autoren  Das neue Konditionstraining befasst sich  mit dieser Fähigkeit, die nahezu auf alle Sportarten und Leistungsebenen angewandt werden kann. Auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse berücksichtigt aber das neue Konditionstraining auch ein immer wichtigeres Thema unserer Tage: die konditionelle Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Denn nach neuesten statistischen Angaben haben rund 65 % der Mädchen und Jungen im Alter bis zu 12 Jahren Haltungsschwächen bzw. -schädigungen.


Die Energie für sportliche Leistungen wird aus der Nahrung, (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette) gewonnen. Bereit hierfür steht der in jeder Zelle unmittelbar verfügbare Energieträger und gleichzeitig wichtige Regulator energieliefernder Prozesse:  das ATP (Adenosintriphosphat).
Je nach Beanspruchung können dabei unterschiedliche Arten der Energiebereitstellung durchlaufen werden:

Fließt mit dem Blut genug Sauerstoff heran, hat der aerobe Stoffwechsel in den Kraftwerken der Zelle (Mitochondrien) Vorrang. Im Zusammenspiel einer großen Zahl biochemischer Reaktionen werden dort Kohlenhydrate und Fettsäuren zu Kohlendioxid abgebaut. Der dabei freigesetzte Wasserstoff wird zu Wasser und die gewonnene Energie als ATP (Adenosintriphosphat) gespeichert.

Verbraucht die Muskulatur mehr ATP als der aerobe Energiegenerator liefern kann, tritt der anaerobe Stoffwechsel in den Vordergrund: Die Zellen gewinnen ATP, indem sie Glukose über mehrere Zwischenstufen in das „Abfallprodukt“ Milchsäure (Laktat) verwandeln. Die Säure reichert sich in den Muskelfasern und schließlich im Blut an. Die Folge: Der Organismus wird sauer und dem Sportler werden Arme und Beine schwer.




Demzufolge erfolgt die Energieversorgung bei Ausdauerbelastungen durch das Zusammenwirken von Glukosestoffwechsel und Fettstoffwechsel. Hierbei nimmt mit steigender Belastungsdauer der Anteil des Fettstoffwechsels zu, während der Glukosestoffwechsel reduziert wird.

Als Ausdauersituationen können aufgeführt werden:
•    längere Joggingläufe (ca. 45 bis 90 min)
•    größere Radtouren (ca. 3 bis 5 Stunden) oder
•    ausdauerndes Schwimmen (ca. 1 bis 2 km),
•    Skilanglauf
•    Walking, Nordic Walking.

Es kann auch zum Einsatz von Ausdauergeräten, wie Stepper, Ruderergometer, kommen.

Unter dem Aspekt der Zeitdauer unterteilt man das Konditionstraining in
•    Kurzzeitausdauer
•    Mittelzeitausdauer und
•    Langzeitausdauer.