Taille-Hüften-Quotient

Als Maß zur Bestimmung des Körperfettanteils gewinnt in der letzten Zeit ein zusätzlicher Parameter an Bedeutung: der Taille-Hüften-Quotient, (THQ). Dieser Quotient gibt Aufschluss über Adipositas-bedingte Erkrankungen und damit das eigene Herz – Kreislauf- Risiko.

Der THQ ist zudem ein Parameter, den man zur Berechnung des Beauty-Quotienten braucht. Denn aus der Attraktivitätsforschung ist bekannt, dass ein kleiner Wert für den Taille-Hüften-Quotienten eine Frauenfigur attraktiv macht. Der Beauty-Quotient ist ähnlich wie der Intelligenzquotient (IQ) besonders gut geeignet, um Unterschiede zwischen einzelnen Personen aufzuzeigen.

Der T-H-Q berechnet sich aus dem Quotient

Taillenumfang (cm) / Hüftumfang (cm)

Die Messungen sollen mit Hilfe eines Maßbandes im Stehen vorgenommen werden.

Normalwerte:
Frauen = 0,85
Männer = 1,0

Prinzipiell ist ein Taillenumfang von mehr als 100 cm als kritisch zu betrachten.

Je kleiner der Taille-Hüften-Quotient, desto mehr Körperfett befindet sich in der Hüftregion. Man spricht dabei von dem Birnentyp (gynoider Typ). Er speichert sein Fett hauptsächlich an den Beinen und am Po. Da diese Fettzellen wesentlich weniger stoffwechselaktiv sind, sind diese Fettpolster gesundheitlich nicht so bedenklich. Allerdings sind sie bei einer Diät besonders hartnäckig.

THQ bei Birnentyp:
Frauen < 0,85
Männer < 1

Sitzt das Fett in der Bauchregion, spricht man von der Apfelform, (androider Typ) Zu dieser Form neigen vorwiegend Männer. Diese Bauchfettzellen sind sehr stoffwechselaktiv und speichern Fett schneller und geben die Fettsäuren auch schneller wieder ab. In Verbindung mit Übergewicht, also einem Body -Mass -Index 25, stehen die freien Fettsäuren in starkem Verdacht, das Risiko Herz-Kreislauf-Erkrankungen für erheblich zu erhöhen.

THQ bei Apfeltyp:
Frauen > 0,85
Männer > 1

Die beste Methode zur Messung des Körperfettanteils ist die Fettmessung mithilfe eines Ultraschallscanners. Dabei wird die Dicke von Fett- und Muskelschichten mittels Ultraschall gemessen.

Zur Ermittlung von Orientierungswerten können auch die Körperfett-Personenwaagen dienen. Sie basieren auf der Messung des Körperfettanteils mit Hilfe einer elektrischen Messung, der sogenannten bioelektrischen Impedanzanalyse, BIA. Bei dieser Methode ist von großer Bedeutung, den Wiegvorgang zu gleicher Tageszeit und sonst unter gleichen Bedingungen vorzunehmen.

Im Kampf gegen lästige und hartnäckige aber auch gefährliche Fettpolster gibt es heute ein sehr wirksames Mittel: Infrarot Strahlen.

Kurzwellige Infrarotstrahlen (IR-A) (Wellenlängenbereich von 780 bis 1400 nm) dringen ca. 40-mal tiefer in die Haut ein als langwellige IR-C Strahlungvon 3000 nm bis 1 mm . Ihre Eindringtiefe in die Haut beträgt bis zu 4 mm. So werden die tiefer liegenden, stärker durchbluteten Hautschichten erfasst und der Körper von Innen erwärmt (Jogging-Effekt). Dies bewirkt ein noch intensiveres Schwitzen und somit eine effiziente Entschlackung.

Eine im Online-Magazin German Medical Science veröffentlichte Studie zeigt, wie durch die Anwendung von wassergefilterten Infrarot -A-Strahlen, wIRA, die Ankurbelung des Stoffwechsels in den Fettzellen erzielt werden kann, und zwar genau an den Stellen, an denen man abnehmen möchte. Dazu müssen die Problemzonen während der sportlichen Betätigung mit speziellen Wärmelampen bestrahlt werden.