Wann




sollten Nem eingenommen werden?

Immer dann, wenn es über die Grundversorgung zur Krankheitsvorbeugung hinaus einen höheren Nährstoff-Bedarf gibt, für ein optimales und nicht nur statistisch langes Leben.

Dies bedeutet, dass die aus dem Gleichgewicht geratene Stoffwechselprozesse können wieder hergestellt und Mangelerscheinungen behoben werden, indem man dem Organismus die fehlenden Stoffe über Nahrungsergänzugen zuführt, und zwar insbesondere in den jüngeren Jahren – in der Wachstumsphase, in den jüngeren Jahren der besten Jahre und um so mehr in den mittleren Jahren derselben  oder in der Genesungszeit.

Wer Nahrungsergänzungsmittel jedoch zusätzlich im Rahmen einer Erkrankung zu einer bestehenden Therapie über längere Zeit einnimmt, sollte dies mit seinem behandelnden Arzt vorher abklären. Denn einige Nahrungsergänzungsmittel können Wechselwirkungen mit Arzneimitteln haben. Die Medikamente wirken dadurch unter Umständen stärker oder verlieren an Wirkung – dies kann den Therapieerfolg gefährden oder zu Nebenwirkungen führen.

Das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel hat mit einer aktuellen Befragung einer großen Zahl von Menschen in Deutschland ermittelt, in welchem Verhältnis die durchschnittliche monatliche Lebensmittelzufuhr  zur empfohlenen Nährstoffaufnahme steht.

Die Versorgung mit Calcium sei insbesondere bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren und bei Senioren ungenügend. Auch die Eisenaufnahme liege unter der empfohlenen Menge. Das gelte ganz besonders für Frauen unter 50 Jahren, betreffe aber auch ältere Frauen und nähme auch Männer nicht aus. Die Jodversorgung habe sich durch die Verwendung von jodiertem Salz im Haushalt und bei der Herstellung von Fertiglebensmitteln erheblich verbessert, sei aber noch nicht bei allen Menschen zufriedenstellend.


Auch die Versorgung mit Vitamin D und Folsäure sei mangelhaft.
Bei fast 60 von 100 Menschen in Deutschland liege die Blutkonzentration von Vitamin D unter dem wünschenswerten Wert. Besonders wahrscheinlich sei ein Vitamin-D-Defizit bei Menschen über 65 Jahre. Für Folsäure soll die nationale Befragung ergeben haben, dass in allen Altersgruppen zwischen 250 und 282 Mikrogramm Folsäure pro Tag aufgenommen werden – also deutlich weniger als die empfohlenen 400 Mikrogramm pro Tag.